Woche 4

Tag 1: Uiuiuiui. Jammert man schon auf hohem Niveau, wenn man zwar den zentralen Artikel für den theoretischen Artikel gelesen hat, aber glaubt, an diesem Tag nichts geschafft zu haben? Immerhin: es ist der Satz angestrichen: der mit dem tollen Wort „frequency of use“. Und das ist die Berechtigung für eine quantitative Arbeit. Ein Mosaik im Bild.

Tag 2: Geil – es gibt jemanden, der sich ein ähnliches Thema gesucht hat. Andere Herangehensweise, andere Varietät, qualitative Analyse. Aber jemand, der nicht nur stirnerunzelnd oder höflich nickt, wenn man ihm „Grammatikalisierung in Replikationsprachen und die Rolle des Substratums“ vor die Füβe kotzt.

Tag 3: Die Korpussuche beginnt. Nun auch unter wissenschaftlicher Anleitung. Leider auch nicht wirklich systematisch. Aber mühsam ernährt sich das… Phrasendreschen gehöhrt heute abend Steffen Simon.

Tag 4: Irgendwas in mir schreit heute für Portugal. Dann wär auch innerlich mal wieder Ruhe. Darauf ein Galaõ.

Tag 5: „I didn’t really want them to lose.“ (=Holland kann kommen.) Nach dem Abend ist die freitägliche Ruhe einer Institutsbibliothek genau das Richtige. Drei Stunden auf unbequemen Stühlen. Neben mir ein drei Fuβ groβer Stapel geballtes Wissen. Ob ein persönlicher Handapparat nicht langsam mal sinnvoll wäre? Kurze Überlegung, ob und welche Bücher mich übers Wochenende beglücken sollen. Entscheidung dagegen, überhaupt eins mitzunehmen. Bedeutet a) dass ich am Montag um 10 Uhr wieder in die Uni muss, und setzt mich b) einem grossen Druck aus, genau diese Werke auch durchzuarbeiten. Lieber erst mal mit dem arbeiten, was noch zu Hause rumfliegt.

Tag 6: Mag mein Nachbar mal seinen CD-Spieler reparieren? Ne halbe Stunde psychedelisches CD-Hüpfen macht wahnsinnig. Nur weil Sommer ist, glauben sie plötzlich, sich alles erlauben zu dürfen? Auf der anderen Seite wird heute die Wohnung mit Plakaten zugepflastert. Das Mindmap zu Papier bringen. Fünf Quadratmeter Packpapier an die Wand hängen. Wäre es aber nicht vielleicht sinnvoller, direkt auf die Wand zu schreiben? Tapeziert werden muss bei Auszug so oder so. Ach ja, dann halt Russland.

Tag 7: Verzweifeltes Ordnen meiner chaotischen Gedankengänge auf braunem Paketpackpapier. Was soll bloβ daraus werden? Irgendwie ist alles wischiwaschi. Sabscht so ein Edding eigentlich durch? Hätte ich eine Kamera, wäre hier ein Bild angemessen. Hoffte, einen klareren Kopf zu bekommen. Nur bedingt erfolgreich. Eigentlich so verwirrt wie vorher.

Und morgen: Wie ein Satz diese Woche meine Theorie zum Einsturz brachte.

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