Die Nostalgie der Kleinstbibliothek

Es gibt in Hamburg die groβe Staatsbibliothek Carl-von-Ossietzky [kurz: Stabi]. Daran angegliedert sind die Fachbibliotheken, die sich auf dem ganzen Campus verteilen. Im Philosophenturm befinden sich auch (fast) alle sprachwissenschaftlichen Institutsbibliotheken. Die Bibliothek der Anglistik erstreckt sich dabei über zwei Stockwerke, und ist direkt mit der Bibliothek der Skandinavistik verbunden und war mal mit der Bibliothek für Sprachlehrforschung verbunden, die wiederum… okay, reicht.

Dann gibt es noch die Bibliothek der Allgemeinen Sprachwissenschaft und Indogermanistik. Eine Einraumbibliothek! Okay, sie hat zwei Türen. Aber die zweite Tür ist nur dazu da, die Bibliothek verlassen zu können, wenn man eingesperrt wurde. Das passiert immer dann, wenn die Bibliothekarin Mittagspause macht oder auf Klo muss. Dann verlässt man die Stube über die zweite Tür, die nur von innen geöffnet werden kann und meldet sich bei ihrer Kollegin im Zimmer am Ende des Flures ab.

Ziemlich groβes Vertrauen dem gemeinen Studenten gegenüber. Und erst recht, wenn man bedenkt, welche Schätze in diesem Zimmer lagern. So ist man gut und gerne eine Stunde oder mehr völlig alleine zwischen alten Büchern aus dem 18. Jahrhundert. Zwei groβe Regale mit historischen Studien der Keltologie. Ruhig, einsam, gefangen in einer Zeitreise.

Das nostalgische Kleinod im Wuselturm mit seinen 14 Stockwerken.

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