Archive for Examenskolloquium

Powerpoint

Es ist – relativ kommentarlos – das microsoftigste aller Microsoftprodukte.

Was ein Frustobjekt.

Comments (1)

Eigentlich schade,…

…dass erst zum Ende ihres Studiums Studenten wissen, wie man ansprechende, strukturierte und interessante Präsentationen macht.

Da wird man semesterlang mit langweiligen, langatmigen, die Zeitbeschränkung ignorierenden Referaten gequält. Schlecht vorbereitet, am Thema vorbei, technisch entweder schwach oder überkandidelt, pädagogisch meist an der Schmerzgrenze – und das Ganze generell unter dem Eindruck, die Studenten haben keinen Bock, keine Ahnung oder beides. Die Handouts sind bescheiden, die Folien aussagelos (=nutzlos), bei Powerpoint oszillieren grelle Comicfiguren auf den blauen Bildschirm. Und bei mindestens jedem zweiten hat der Hund die Notizen zum Frühstück verspeist oder im Copyshop in den Kopierer gepisst.

Und jetzt? Im Examenskolloquium haben wir gute Präsentationen. Gute Diskussionen. Kleine Gruppe, alle irgendwie das gleiche Ziel und trotzdem so unterschiedlich. Das ist bisher erfrischend wenig prätentiös und deshalb irgendwie für alle fruchtbar.

Warum nicht immer so?

 

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Aktivierung passiver Rezeption

Ein Teil des Problems bei der Erstellung meiner Präsentation mag sein, dass ich seit Wochen nur lese und Notizen mache. Das alles geschieht relativ passiv und frei von eigener Leistung. Natürlich macht man sich neben den Bemerkungen auch mentale Post-its auf einer virtuellen grossen Landkarte auf der alles zu einem passenden Bild zusammengeschustert werden sollte – aber es ist dann ein anderes, diese Verbindungen wiederzugeben.

Solange gelesen wird, scheint alles mehr oder weniger nachvollziehbar. Aber sobald die zeitliche und thematische Nähe zu einem Konzept verschwindet, verbleichen auch deren Verbindungsstränge auf der virtuellen Landkarte. Und ein entsprechender Versuch, drei Wochen Arbeit zusammenzufassen und strukturiert darzustellen, gestaltet sich so ungeahndet schwer.

Ist wie von Verteidigung auf Angriff schalten zu können.

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Das Problem des Problems

Die Schwierigkeit eines solchen Unterfangens ist ein Problem. Das Problem. Nicht die Probleme. Dazu gehört folgendes Zitat des Professors aus dem Examenskolloquium:

Ich weiβ überhaupt nicht, weshalb Sie immer so ein Gewese um Examensarbeiten machen. Sie sehen da immer mehr Probleme, als ich sie sehe.

Bravo! Und die Antwort aus dem Plenum folgte auf dem Fuβe:

Das mag daran liegen, dass wir die Arbeit schreiben müssen, und nicht Sie.

Und aus der Sicht des Professors würde ich diese Art der Problembehandlung sogar unterschreiben. Und vermutlich werde ich in ein, zwei Jahren, vermutlich und im günstigsten Fall eine Woche vor Drucklegung die Probleme auch nicht mehr verstehen. Denn das Problem an sich ist ja, die Probleme auf ein einziges zu reduzieren. Nicht wahr?

Eine Frage, ein Problem. Fertig ist die Laube.

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