Archive for Rahmenbedingungen

So, weiter geht’s

Es war als kleine Pause gedacht. Und manchmal dauert eine Auszeit eben etwas länger. Nicht, dass ich es mir so ausgesucht hätte, aber nu isses so und nich anders.

Und ich schummel nicht. Die Pause war total. Technisch, sozial, gedanklich. Es ist jetzt also ein bisschen wie neu anfangen. Mit allem, was dazu gehört: Motivation tanken, Bibliotheken plündern, Fernleihe. Einlesen, ordnen, stukturieren.

Momentan ist es noch ein Kampf gegen mich selbst.

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Fleissiges Scheinesammeln

Ich bin ja eigentlich scheinfrei. Das heisst, ich habe die Hausarbeiten alle schon geschrieben, nur eben die Scheine noch nicht abgeholt. Und weil das Datum der Prüfungsanmeldung unaufhörlich näher rückt [ich hab den Juni total falsch eingeschätzt], wird es langsam Zeit, alles zusammen zu suchen.

Doch Scheinesammeln ist mühsam. Fast mühsamer als das Scheine schreiben selbst. In Abwesenheit eines Zentralorgans haben denn auch alle unterschiedliche Verfahrensweisen. Der eine Prof gibt seine fertigen Scheine ins Geschäftszimmer, der nächste hinterlegt sie bei seiner Sekretärin und der dritte verlangt einen Gang in die Sprechstunde.

Natürlich haben die alle andere Öffnungszeiten. Sprechstunden, klar, die sind immer schräg. Aber das weiss man. Seltsamerweise hat man sich auch in sieben Jahren Universität nicht daran gewöhnt, dass die Sekretariate und Geschäftszimmer nicht unbedingt deckungsgleich öffnen. Die einen sind vormittags da, die anderen nur über den Mittag (11-13 Uhr), wieder andere erst ab eins oder drei nachmittags.

Und für alle angegebenen Zeiten gilt grundsätzlich: „bin gerade nicht da“.

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Mein Thema

Studiengang: Anglistik. Und weil das zu sehr nach Literatur und Shakespeare klingt, sag ich lieber, ich studiere Linguistik. Erhöht zwar meist den Erklärungsbedarf, ist aber weniger anfällig, als der Satz „Ich studiere Englisch“. Letzteres zieht meist ein „Ach, deshalb sprichst du so gut Englisch“ nach sich. Äh, wenn das so wäre, würde das ja im Umkehrschluss bedeuten, dass alle meine Kommilitonen vernünftig Englisch… gut, lassen wir das.

Zur Mitte meines Studiums (derzeit: zehntes Fachsemester) war ich eher auf der Schiene der Sprachlehrforschung (Applied Linguistics) und Soziolinguistik. Darauf war auch mein Auslandsstudium an der University of Technology, Sydney (UTS) ausgerichtet. Zum damaligen Zeitpunkt schien eine Symbiose mit meinem zweiten Hauptfach Politikwissenschaft für die Magisterarbeit – „Englisch/Sprachen und Europäische Union“ – unausweichlich. Und dann kam alles ganz anders.

Von Juli 2003 bis April 2008 arbeitete ich am Sonderforschungsbereich „Mehrsprachigkeit“ als Studentische Hilfskraft im Projekt zur historischen Entwicklung des Englischen in Irland (Hiberno-Englisch) und zu Sprachwandelprozessen in Sprachkontaktsituationen. Und wen das jetzt wirklich im Detail interessiert, kann sich gerne hier informieren.

Dann schrieb ich im April 2007 eine Hausarbeit über ein Phänomen innerhalb des Irischen Englisch und setzte mich zum ersten Mal wirklich mit den Inhalten des Projekt auseinander. Damit war eine wesentliche Weiche umgestellt: vergiss die EU, mach was Irisches!

Und da bin ich nun. Ein Kontaktphänomen im Irischen Englisch. Arbeitstitel: Article Use in Irish English. 19th Century Contact-Induced Change.

Und nu mach mal.

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Summer of Work

Irgendwie sehr, sehr ungünstig, seine Abschlussambitionen auf einen Sommer mit gerader Jahreszahl zu legen. Europameisterschaft und Olympia. Unpraktisch für einen bekennenden Fernsehsportler, der sich auch Sportschützen angucken kann [ja, diese Sportarten, die regelmäβig dafür sorgen, dass „wir“ im Medaillenspiegel nicht Seite an Seite mit Burundi und Osttimor rangieren].

Und so ist das Deutschlandspiel das Einzige an diesem Wochenende.

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Marktlücken

Sollte das mal nichts werden mit dem Job nach der Uni (an der Uni?), fallen mir zunehmend varitable Alternativen auf. Denn, so man sich auch erst einmal für mindestens zwei Wochen eingeschlossen hat, bleibt natürlich wenig Zeit zur Essenszubereitung und Koffeinversorgung. Wo man die letzten zwei Jahre hinlänglich bekannt den zeitlichen Gegenwert eines Bachelorstudiums an Zeit vergeudet hat, kann es jetzt selbstredend nicht schnell genug gehen mit akademischen Ehren.

Und so bleibt der automatische Essens-, Kaffee- und Nikotinspender für zu Hause selbst in unserer on-demand-Gesellschaft nur ein Wunschtraum oder ein Vorschlag für einen leidlich guten Businessplan.

Mag mir jemand seine Senseo leihen?

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Pause vor Beginn

Warum sollte man nicht schon vor Beginn eines großen Projektes erst einmal eine Pause einlegen? Seit der Abgabe der letzten Hausarbeit ist auf akademischem Parkett nicht allzuviel passiert. Irgendwie hat man außeruniversitär immer die Hände voll zu tun gehabt, Sechstagewoche, Achtzehnstundentage, körperlicher und mentaler Stress, Geburtstag – und das Warten auf die beiden noch ausstehenden Scheine.

Und gestern war Semesterbeginn. Immer vorgenommen, nie wahrgemacht geht es scheinfrei mit Fresszettel und Minitasche in Vorlesungen, die man aus Jux und Dollerei zur persönlichen Belustigung besucht. Eine Befreiuung! Und ein Examenskolloquium, in dem ich in zweieinhalb Monaten eine dann idealerweise halbfertige Magisterarbeit präsentieren soll.

Können Sie sich bis dahin auf den Hosenboden setzen und was vorstellen?

fragt der Prof.

Klar, muss ich ja jetzt.

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Rahmenbedingungen

Ich bin ab April meine Haupteinnahmequelle los: zu lange schon arbeite ich als Hilfskraft. Nach acht Semestern ist den verwaltungstechnischen Regeln folgend Schluss, gleich, ob man seinen Job ordentlich macht. Nun möchte ich nicht darüber urteilen, wie gut oder weniger gut ich meinen Job gemacht habe. Allerdings ist es schon über Studiengebühr ärgerlich, denn innerhalb des Forschungsprojektes, in dem ich seit 2003 arbeite, werde ich meine Magisterarbeit schreiben. Und so eine Verbindung von bezahlter Arbeit und akademischer Forschung in Vollzeit wäre eigentlich eine logische und sinnvolle Symbiose – für beide Seiten. Sei’s drum.

So ist dieser März der letzte Monat relativer finanzieller Unbeschwertheit. Der Monat, in dem man das 27. Wiegenfest begeht und nach dem alles erlischt: Krankenversicherung, Kindergeld, Jugend. Das bisschen Bafög ist schon ein gutes Jahr ausgelaufen. Dafür gibt’s jetzt Studiengebühren.

Aber so ist das jetzt und nicht anders. Und irgendwie hat man sich die letzten sieben Jahre mit sehr wenig oder ein wenig mehr durchgeschlagen. So war es nie einfach, aber auch nie langweilig.

Und wer will schon ein einfaches Leben.

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