Archive for Zitate

Wiedereinstieg

Es ist mittlerweile der vierte, aber der erste wirklich ernsthafte Versuch, die Anstrebung akademischer Ehren neu in Angriff zu nehmen. Ich war krank. Ich persönlich finde das ausreichend, eine Pause zu erklären, die zweiwöchig angedacht, aber letztendlich ein Jahr und zwei Wochen dauerte. Sei’s drum.

Zur Auflockerung möge ich hier mit einem amüsanten Zitat aus dem ansonsten leider vor Fehlern und fehlerhaften Annahmen strotzenden Buch Mother Tongue von Bill Bryson beginnen. (Das Buch ist dennoch unterhaltsam, aber jedem Sprachwissenschaftlern dürften die Haare zu Berge stehen – und dabei kann ich nur über die hanebüchenen Anmerkungen zur deutschen Sprache kichern, wie wird’s da erst dem polyglotten Sprachtalent gehen?). Über Englisch, Walisisch und Irisch schreibt Bryson in seiner Einleitung folgendes:

In Welsh, the word for beer is cwrw – an impossible combination of letters for any English speaker. But Welsh spellings are as nothing compared with Irish Gaelic, a language in which spelling and pronunciation give the impression of having been devised by seperate committees, meeting in separate rooms, while implacably divided over some deep semantic issue. Try pronouncing geimhreadh, Gaelic for ‚winter‘, and you will probably come up with something like ‚gem-reed-uh‘. It is in fact ‚gyeeryee‘. Beaudhchais (‚thank you‘) is ‚bekkas‘ and Ó Séaghda (‚Oh-seeg-da‘) is simply ‚O’Shea‘. Against this, the Welsh pronunciation of cwrw – ‚koo-roo‘ – begins to look positively self-evident. (Bill Bryson. 1990. Mother Tongue. Penguin: p. 6-7)

Nun habe ich zugegebenermaßen limitierte Irishkenntnisse. So wie die Iren im 19. Jahrhundert ohne formale Unterrichtung Englisch lernten, lernte ich in einem lockeren Umfeld, dass „Danke“ auf Irish go raibh maith agat heisst (etwa ‚go re(f) ma-h-u-gat‘). Beaudhchais spuckt noch nicht mal mein Irishlexikon aus (der Fairness halber wohl aber a bhuí la ‚thank you‘ und buiochas la Dia ‚thank you to god‘). Nun weiss ich natürlich nicht, wie gut das Lexikon wirklich ist, noch, ob beaudhchais irgendeine wilde flektierte Form ist und schon gar nicht, ob meine Nörgelei hier lediglich Haarspalterei ist. An der der doch eher seltsamen Verwandtschaft zwischen irischer Othographie und Aussprache ändert es ja eher wenig. Im Prinzip hat Bill also recht.

In diesem Sinne, Fáilte ar ais, Welcome Back.

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Große Worte

Die Arbeit soll also 120 Seiten nicht überschreiben. Von unterschreiten steht da nichts. Einige sagen, in ihrer Prüfungsmeldebestätigung steht durchaus etwas zur Mindestlänge. 80 Seiten. Da greift das also Gewohnheitsrecht, die plus-minus-Regel, wenn man generell von 100 Seiten ausgeht.

Ähnlich meiner Punktlandung in der letzten Hausarbeit im März dieses Jahres (5003 Wörter – wo kurzfristig die mögliche Rauskürzung dreier Füllwörter in Betracht gezogen wurde), fixiere ich die 80 Seiten an. Auffüllen lässt sich immer.

Das schönste Statement zur Mindestlänge einer Abschlussarbeit hörte ich mal in einer Kleinstbibliothek:

„Alles Richtwerte. Wenn du es schaffst, Saussure auf fünfzehn Seiten zu widerlegen, möcht‘ ich den Prof sehen, der dich durchfallen lässt.“

Na dann.

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