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Ausgesperrt

Im Laufe des letzten Jahres habe ich zwei Gebührenbescheide der Staats- und Universitätsbibliothek bekommen. Wofür? Ja, das frage ich mich heute noch.

In meinen Benutzerdaten stehen in den entsprechenden Reitern „keine Ausleihe“ und „keine ausstehenden Gebühren“. Auf meiner Erinnerungsfestplatte steht ferner, dass ich im letzten Sommer granatenmäßig für meine Quartalstaten „Bücher im Saustall verlegen“ am EC-Terminal geblutet habe. Sowas vergisst man nicht.

Meine Benutzerkennung ist bis Novermber 2011 gültig (seltsamerweise wird mir die immer automatisch verlängert, wo andere halbjährlich vorstellig werden müssen). Keine ausstehenden Gebühren. Kein Passwort vergessen.

Und trotzdem darf ich keine Bücher bestellen, auf keine Onlinedatenbank zugreifen oder die Fernleihe benutzen. Ich soll mich stattdessen am Informationsschalter melden, um mein Konto frei zu schalten.

Das klingt verdächtig nach Unordnung im Softwaresystem.

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Wie Weihnachten

Ein Besuch in der Staatsbibliothek ist wie reich beschenkt werden. Am Abholregal liegt ein Stapel Bücher, und nie weiss man bei Abholung noch so genau, wieviel und was man bestellt hat. Im Bestellrausch des Wochenendes und im Generalzustand der mentalen Verwirrung verschwinden einige Buchanforderungen schon mal vom Radar.

So ein Stapel Bücher ist mehr als ein simpler Stapel Bücher. Er ist auch ein Abbild der Gedankensprünge der vergangenen Tage. Im schlimmsten Fall ein Abbild des chaotischen Geisteszustandes. Und eine ziemlich exakte Rekunstruktion der Entwicklung der thematischen Relevanzverschiebung. Was man am Freitag noch ungeheuer wichtig fand, ist jetzt schon Schnee vom Donnerstag.

Dazu gehört ein Teil meines Theorieansatzes. Um mich nicht heillos im demotivierenden Wirrwarr der Kontaktlinguistiktheorien zu verfangen, kommt deshalb jetzt erst mal was Neues für den Moment – ich widme mich mal dem Untersuchungsgegenstand, dem bestimmten Artikel the.

Dazu liegen im Regal jetzt viele (Definitions-)Wörterbücher.

 

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Gebührenfalle

Schwupps, da isses passiert. Die erste Strafgebühr wird fällig. Warum? Weil die Staatsbibliothek im Gegensatz zu einigen Institutsbibliotheken keine Erinnerungsmails an ihre Kunden versendet. Das kann man einerseits mit „selbst schuld“ kommentieren, andererseits wirft das die berechtigte Frage auf, warum es die kleinen Bibliotheken verstehen, drei Tage vor Fristablauf eine Mail zu versenden, während die groβe Hauptbibliothek auf die Versäumnismentalität ihrer Benutzer spekuliert.

Fragt euch mal, wer in diesem Verwaltungsgeflecht die Gebühren einkassiert.

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